Für uns zählt das Miteinander

Eine gute Zusammenarbeit zwischen Ihnen als Eltern und uns ErzieherInnen ist sehr wichtig, denn: Sie wirkt sich positiv auf die Entwicklung Ihres Kindes aus.

 

Aus diesem Grund pflegen wir eine Kultur des Miteinanders, des ständigen Austausches zwischen Eltern und ErzieherInnen und der gemeinsamen Planung und Gestaltung von Festen, Feiern und Ausflügen.

 

 

Wir freuen uns, wenn auch Sie sich aktiv einbringen.

Texte zum Nach - Sinnen für ruhige Minuten

 

 

Sonnenstrahlen Vorräte fürs Leben

 

Bevorratungen

 

Habe gesammelt

Gute Erinnerungen

An schöne Tage

Viel Sonnenschein

Fotos vom letzten Sommer

Wunderbare Augen-Blicke

Verwahrt in meiner Seele

 

Habe aufbewahrt

Für schlechte Tage

Viele Dosen Mut

Und einige Gläschen Tapferkeit

 

Meine Bevorratung ist manchen bekannt

Die dann und wann anklopfen

Wenn deren Vorräte erschöpft

 

Auch für dich

Stehen hier in meinem Regal:

Süße Trostmarmelade

Und saure Gurken zum Lustigwerden

Hier schick`ich dir den Zweitschlüssel

Zu meinem Haus, das du betreten darfst

Sei willkommen...                                          Doris Wohlfarth

 

 

----------------------------------------------------------------------

 

Wenn du am Morgen erwachst,

denke darüber nach,

was für ein köstlicher Schatz es doch ist,

zu leben, zu atmen und sich zu freuen.             Marc Aurel

 

 

----------------------------------------------------------------------

 

Bist du schon auf der Sonne gewesen?

Nein? - Dann brich dir aus einem Besen

ein kleines Stück Spazierstock heraus

und schleiche dich heimlich aus dem Haus

und wandere langsam in aller Ruh

immer direkt auf die Sonne zu.                    Joachim Ringelnatz

 

 

------------------------------------------------------------------------

 

Komm

lass uns die Farben

suchen gehen

an Tagen wie diesen,

die eintreten

ungefragt

mit ihren staubgrauen Stiefeln.

Irgendwo

ist immer noch

eine Stunde,

die auf der hohen Kante

ein Bündel Sonnenstrahlen

liegen hat

für Dich und mich.                          Isabella Schneider              



 

"Wirf den Helden in dir nicht weg!"

 

Helden  - sind das nicht Antiquitäten wie in alten Heldensagen, also fremd und fern? Oder noch schlimmer: missbraucht, rot oder braun?

Wir sind heute vielfach bedrängt, vieles stürzt auf uns ein von allen Seiten.

Komme ich dagegen an, kann ich dem etwas entgegensetzten, finde ich die Kraft, mich nicht unterkriegen zu lassen?

Bin ich nicht angewiesen auf Helden? Auf welche Helden?

Nietzsche fordert von uns: "Wirf den Helden in dir nicht weg!" Wenn der Held in mir sein soll, muss er klein sein - habe ich ihn übersehen? Oder gar belächelt - wie Goliath den David?

Bei der russischen Matrjoschkapuppe kommt immer eine neue zum Vorschein und noch eine und ... bis zuletzt die Kleinste erscheint, klein, aber massiv - unscheinbar, aber von innen erfüllt, stark, Zentum aller Hüllen.

"Klein, aber fein!", sagt man und - fängt nicht alles Große klein an? Aus dem Zentrum, aus der Mitte, aus der Ruhe? Und das Drumherum - oft so lästig-,ist es nicht auch ein Schutz, Schutz für den "Helden in uns"?

Der kleine Held in uns ist die Kraft, sich nicht unterkriegen zu lassen, von nichts und niemandem. Er ist die Kraft zur Zivilcourage.

"Wirf den Helden in dir nicht weg!" Denn er ist da, wenn auch sehr verborgen, leicht zu übersehen, wie die letzte, die kleinste Puppe.

 

Günther Dellbrügge "Lichtanker. Texte zum Aufrichten"

BUNTES

grüne gurken

            ernten

weissen reis mit

roten paprika

            kochen

gelben käse

aufschneiden und

blaue trauben

      auspressen

 

orange drops

         lutschen

von der grünen

brokkolisuppe

              kosten

braune walnüsse

               knacken

 

natürlich kannst du auch

                den ganzen tag

schwarzbrot

essen

doch dann entgeht dir

die buntheit

des lebens.

 

Sabine Heuser

ERKENNTNIS

Nichts gegen die grauen Tage!

Ohne sie würden wir die bunten nicht so lieben!

Es ist ähnlich wie mit dem Glück;

Um seine Köstlichkeit zu schmecken,

müssen wir auch die schweren Stunden aushalten!

                                                                     Angelika  Wolff